Trigonale

Spielorte

Seminarkirche Tanzenberg

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Die Seminarkirche Tanzenberg wurde in den beiden ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts unter Abt Bonifaz Egger errichtet. Den Architekten dienten die romanischen Kirchen als Vorbild. Sie bauten eine neuromanische, dreischiffige Emporenbasilika mit Rundapsis, die 1953 von der Diözese in halbfertigem Zustand übernommen wurde. Die Fertigstellung der Kirche wurde 1980 begonnen und 1987 abgeschlossen.
Bild das Richtung und Halt gibt.
Besonders bedeutsam war die Entscheidung über die Gestaltung eines Bildwerkes, das im großen Raum dem Blick des Eintretenden Richtung und Halt gibt. Valentin Oman, ein Maler mit Reputation weit über Österreich hinaus und zugleich Absolvent des Marianums, das nach dem Weggang der Olivetaner endgültig in Tanzenberg Unterkunft fand, wurde eingeladen, dieses Werk zu schaffen. Er malte darüber hinaus auf die Chorwände der Kirche je zwei übereinander schreitende Prozessionen von Menschen, die zum Altarbild hin unterwegs sind, wo Christus über dem Kreuz ihnen entgegenblickt und in Kreuzesform die Arme ausbreitet. Ein Goldmantel umschließt die farbigen Zonen und Gestalten, eine Aura himmlischer Herrlichkeit.

Pfarrkirche Maria Waitschach

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Waitschach ist ein hochgelegener Wallfahrtsort mit 40 Einwohnern. Weithin sichtbar ist die auf einer Bergkuppe in 1134 m Höhe gelegene Kirche Maria Waitschach. Am besten erreichbar ist der Ort über Guttaring oder etwas näher von Hüttenberg aus.
Geschichte Als Initiator der Kirche wird Leonhard von Keutschach genannt, es gibt aber auch eine Legende, die einen Erzbischof von Salzburg nennt, der ein Gelöbnis für den Bau ablegte. Erstmalig wird die Wallfahrtskirche „Weytschach“ am 2. November 1390 als Filiale von Guttaring erwähnt. Es wird aber vermutet, dass bereits zu früherer Zeit ein Heiligtum bestanden haben muss, denn der ehemalige Taufstein, ein Schalenstein, der sich vor der Kirche befindet, datiert aus wesentlich älteren Tagen. Der Sakralbau hatte eine wesentliche Funktion als Wehrkirche zum Schutz vor der Türkengefahr. Die Befestigungsanlagen sind heute noch deutlich sichtbar, verfallen aber zusehends. Der Baubeginn der Kirche fiel ins Jahr 1447, was aus der Inschrift auf einem nördlichen Strebepfeiler zu ersehen ist. Sie präsentiert sich als fünfachsige spätgotische Hallenkirche mit achtseitigem, dachreiterartigen Turm. Die Kirche verfügt über einen der frühesten Rokkokoaltäre Österreichs, den sogenannten Landschaftsaltar, der eine Stiftung der Kärntner Landsmannschaft aus dem Jahre 1626 darstellt. Der gotische Karner stammt aus dem Jahre 1535.

Klosterkirche St.Veit/Glan

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Die ehemalige Klosterkirche „Unsere Liebe Frau“ liegt südwestlich außerhalb der ummauerten Altstadt. Das Kloster wurde 1323 von Konrad von Auffenstein, Landeshauptmann von Kärnten, zusammen mit seiner Frau Dietmut gegründet. Er stiftete auch eine Kaplaneistelle mit fünf Messen in der Woche für sein Seelenheil.

Südseitig im Chor sind drei große auf die Kirchenstiftung bezugnehmende Reliefsteine eingemauert. Sie stellen das Lamm Gottes und zwei Eulen (Wappentier der Auffensteiner) dar. Die lateinischen Inschriften der Reliefbänder beinhalten die Stifungslegende. „Konrad von Auffenstein und seine Gemahlin Dietmut sind die Gründer dieses Klosters. Betet für sie“. „Im Jahre 1323 erbaute dieses Kloster der edle Mann Herr Konrad von Auffenstein.“ Bei der Restaurierung im Jahre 1965 wurden Teile seines Grabmales entdeckt. 1326 zogen ins Kloster Klarissen ein. 1383 stifteten die Herren von Kraig eine Kaplanei. An der Südseite des Chores ist noch ein Gewölbeansatz der ehemaligen Gruftkapelle der Kraiger Ritter zu sehen. Ein Relief der Grabtumba des Konrad von Kraig (gestorben 1392) ist erhalten geblieben und befindet sich nun im Stadtparrhof. Lange Zeit diente es als Antependium des Altares in der inzwischen abgetragenen, 1662 errichteten Antoniuskapelle. 1542 wurde das Kloster aufgehoben und in ein Armenspital umgewandelt. Ab 1638 bemühten sich die St. Veiter um die Ansiedelung von Franziskanermönchen, die 1640 in Kirche und Kloster einzogen. Bis 1648 erfolgte eine gründliche Erneuerung der Anlage und der Zubau der Konventbauten. An der Westseite steht ein schlanker Turm mit geschweifter Haube. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ging das Kloster an Priestermangel ein.e 1829 verwüstete ein Brand die Anlage, 1863 wurde der Ostflügel des Konvents abgetragen und der Rest als Wirtschaftsgebäude bzw. Kindergarten instand gesetzt.

Die Kirche präsentiert sich als einschiffige frühgotische Saalkirche. Der weiträumige Innenraum besteht aus sechs breiten, kreuzrippengewölbten Jochen, der nur durch eine leichte Erhöhung markierte Chor endet im 4/6-Schluß. Die Fenster im Schiff größtenteils barockisiert bzw. zum Teil vermauert, im Chor zwei- und dreiteilig mit Maßwerk. Der Bau ist mit der Vereinheitlichung von Chor und Langhaus ein bemerkenswert frühes Beispiel in der österreichischen Architektur. Der Verzicht auf einen abgeschlossenen Chorraum ist wohl zurückzuführen auf den Bedarf eines großen, aufnahmefähigen Predigtraumes. Das kreuzgerippte Gewölbe auf einer flachen Spitztonne erweckt den Eindruck einer Tonne mit Stichkappen und bestimmt entscheidend den Raumeindruck. Auf den großen scheibenförmigen Schlusssteinen Reliefs mit Lamm Gottes, segnende Hand, Löwe, Pelikan, Rosette und Sonne. An der nördlichen Schrägwand des Chores gemalter Inschriftrest eines Gedichts mit fünf verschiedenen Wappen (14. Jh.). Das westliche Joch des Schiffes nimmt die gemauerte, zweiachsige Sängerempore ein. Sie ist kreuzgewölbt und öffnet sich im Untergeschoß gegen Osten in zwei profilierte Spitzbögen.

Der Hochaltar von Johann Pacher (1743) wurde 1739 von Josef Anton Schwämbacher gefasst. Das Bild der Immaculata, im breiten, den Chorabschluß ausfüllenden Säulenaufbau wird flankiert von den Heiligen Zacharias, Elisabeth, Josef, Joachim, Anna und Johannes d. T.; Aufsatzbild Verkündigung an Maria zwischen den Figuren der Hll. Laurentius, Antonius, Franziskus, Leonhard, Leopold und Kaiser Heinrich. Reich geschnitztes Antependium. An der Chorsüdseite Johannes-Nepomuk-Altar bez. 1754, gestiftet von P. Zacharias Stoitmann. An der Nordseite zwei barocke Konsolfiguren. In der Fensterzone an den Wänden sechs große Bilder verschiedener Heiliger (17. Jh., Margarita da Cortona, Ivo, Elisabeth).

Weiter Ausstattungsstücke: Wertvolle barocke Orgel, 1731 von Franz Koller geschaffen, vermutlich 1777 von Joachim Prugger erweitert, 1970 restauriert. Seltener Fall eines aus Haupt- und Brüstungspositiv kombinierten Prospektes. Weihwasserbecken auf spätgotischem Fuß mit Meisterzeichen. An der Südseite gemalte Sonnenuhr (1751). An der Schiffnordwand Wappengrabstein Georg Vogt 1656, Inschriftstein 1663. Im Boden vor der ersten Kapelle römerzeitliche Grabinschrift für Nemetomarus, 1673 als Gruftdeckel für Andreas Talman zweitverwendet. Im Westteil der Kirche zwei mächtige giebelbekrönte Wappengrabsteine auf Konsolen mit Löwenpranken (aus der Stadtparrkirche) von Hieronymus Söll 1582 und Maria von Teutenhoffen 1580. Außen vor dem Eingang Fragmente des Tumbadeckels vom Grabmal Konrads von Kraig (1399), weitere Grabsteine um 1300 und 1438, Grabplatte des Stadtrichters Christof Schreml (gest. 1442) sowie Fragmente von Römersteinen und mittelalterlichen Werkstücken.