Harmony of Nations B.O.
Die Kriegerischen Waffen und ihre Ursachen seyn fern von mir; Die Noten, die Seiten, die liebliche Music-Thonen geben mir meine Verrichtungen, und da ich die französische Art der Teutschen und Welschen einmenge, keinen Krieg anstiffte, sonder vielleicht derer Völcker erwünschter Zusammenstimmung, dem lieben Frieden etwann vorspiele...
Widmung zum Florilegium primum von Georg Muffat (1653-1704), einem wahrhaft europäischen Komponisten.
Muffats Vorstellung von Derer Völcker erwünschte[n] Zusammenstimmung, in der englischen Übersetzung harmony of nations, prägte von Anfang an den Geist des Harmony of Nations Baroque Orchestra, das 2004 von engagierten Musikern gegründet wurde. Die Mitglieder lernten einander im European Union Baroque Orchestra (EUBO) kennen. Während dieser intensiven Zusammenarbeit konzertierten sie in ganz Europa und erhielten wichtige künstlerische Impulse von führenden Dirigenten der Alten Musik (Lars Ulrik Mortensen, Ton Koopman, Andrew Manze). Die kulturelle Vielfalt der enthusiastischen jungen Musiker zeichnet die Einzigartigkeit dieses Orchesters aus. Tatsächlich kommen die 20 Gründungsmitglieder aus 14 verschiedenen europäischen Nationen (Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Ungarn und Wales).
Sein Debüt gab das Orchester 2005 mit einer Serie von Konzerten in Paris, London, Cambridge und Oxford unter der Leitung des italienischen Oboenvirtuosen und Dirigenten Alfredo Bernardini. Im Sommer 2006 profilierte sich Harmony of Nations als Orchestra in residence beim Opernfestival Läckö Slott (Schweden) mit der Rossini-Oper La pietra del Paragone.
Seit 2007 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Harmony of Nations und dem römischen Geiger und Dirigenten Riccardo Minasi, der das Orchester bei Konzerten im Rahmen der Festivals Trigonale und Styriarte leitete. Rezensionen der führenden österreichischen Tageszeitungen dokumentieren die erfolgreichen Auftritte: „Die jungen Wilden der historischen Aufführungspraxis boten bezüglich Temperament und Vitalität Rekordverdächtiges“.
Zuletzt trat Harmony of Nations mit der englischen Geigerin Margaret Faultless beim Eröffnungskonzert des Alte-Musik-Festivals in Varazdin auf, das live vom kroatischen Fernsehen übertragen wurde. Eine weitere Tournée mit Alfredo Bernardini führte das Orchester u. a. nach Wien und Innsbruck.
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