Das Stabat Mater Dolorosa ist eine Dichtung franziskanischen Ursprungs und gilt als die geistliche Klageszene schlechthin: Die Jungfrau Maria trauert um den toten Christus. Viele Komponisten vertonten die Sequenz, doch es ist Pergolesis Komposition, die heute zu den großen Meisterwerken der Musikgeschichte gezählt wird.
Wie kommt das, wo die Besetzung doch denkbarklein ist – eine Sopran- und eine Altstimme, Streicher und Basso Continuo?
Der nur 26-jährige Pergolesi verbindet den strengen, würdevollen Satz eines Kirchenstils mit deranmutigen Melodik seiner Opernarien und schafft so einen Reichtum des Ausdrucks, wie es vor ihm noch keinem Meister gelungen ist.
Das Ensemble, in dem sich Spezialisten der Originalklangszene versammeln, bewahrt die ursprünglich kleine Besetzung und bringt mit abwechselnden Continuobesetzungen diesen Reichtum zu Gehör.
Roswitha Dokalik
Ida Aldrian: Alt
Júlia Bányai: Sopran
Roswitha Dokalik: Violine
Gunda Hagmüller: Bratsche
Claudia Mende: Violine
Eugène Michelangeli: Orgel, Cembalo
Franco Pavan: Theorbe
Riccardo Coelati Rama: Kontrabass
Peter Trefflinger: Barockcello
Ida Aldrian, Altistin: »Alles hat seinen Anfang: mit fünf Jahren verlagerte ich mein Spielzimmer vermehrt in die Musikschule Bruck/Mur, lernte das Spiel auf Blockflöten, Klavier und Geige. Von klein an fasziniert vom Singen, war die erste Gesangsstunde bei S. Rennert zukunftsweisend. Statt auf Maturareise zu fahren, beschloss ich die Aufnahmeprüfung an der Univ. f. Musik und darst. Kunst Wien zu bestehen. L. Spitzer war mein jahrelanger Lehrer, spannend waren auch Meisterkurse u.a. bei B. Fink, Th. Hampson oder W. Slabbert. 2010 folgte das Operndiplom mit Auszeichnung. Gesanglichbetreut werde ich derzeit von K. Hanser und KS M. Lipovšek. Meine große musikalische Liebe gilt dem Musizieren mit Originalklangensembles.
Konzerttourneen führten mich nach Europa, Japan, die USA oder wie 2009 nach Südamerika mit der Wiener Akademie, unter der Leitung von M. Haselböck. Auch die Opernbühne findet ihren Platz und macht mir viel Spaß. Noch ein Satz zum Schluss: für all die schönen Begegnungen bin ich dankbar und ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen.«
Júlia Bányai, Sopranistin: »Geboren in Ungarn, bin ich ebendort in einer Musikerfamilie aufgewachsen. So war Musik in meinem Leben von klein auf allgegenwärtig. Mit sieben Jahren spielte ich bereits Klavier, mit 14 besuchte ich ein Musikgymnasium, wo ich auch meine Gesangsausbildung begann. Hier entdeckte ich meine große Leidenschaft zur Barockmusik, die meine Laufbahn seither entscheidend prägt. Im Jahr 2006 schloss ich in Györ (Ungarn) mein Studium zur Gesangslehrerin und Solfeggiolehrerin mit Auszeichnung ab. Danach führte mich mein Weg an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo ich zurzeit bei Prof. Margit Klaushofer, bei Reto Nickler (Opernklasse) und bei KS Robert Holl (Lied und Oratorium) studiere. Im Laufe der Jahre wurde ich für zahlreiche geistliche Werke, sowie Liederabende als Solistin engagiert. Meine schönsten Erinnerungen an das Jahr 2010 sind drei internationale Stipendien (Schweiz, Deutschland und Holland), sowie eine persönliche Einladung von Elly Ameling zu ihrem Meisterkurs in den Niederlanden.«
Roswitha Dokalik studierte Barockvioline in Linz bei Michi Gaigg und in Den Haag bei Enrico Gatti. Sie schloss ihre Studien mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Seitdem spielt Roswitha Konzerte, Tourneen und bei Aufnahmen mit EUBO 2004 und 2006, L'Orfeo Barockorchester, Orchestra of the Age of Enlightenment, Ricercar Consort, Ensemble Aurora, Har-mony of Nations, Le Concert des Nations und vielen mehr.
Gunda Hagmüller absolvierte mit Auszeichung die Studien der Musikwissenschaft sowie Barocke Violininstrumente bei Susanne Scholz und Dario Luisi. Mitwirkung in Ensembles wie dolce risonanza, Musica Freybergensis, Barucco, Hofmusici.
Intensives Quellenstudium, möglichst originalgetreues Instrumentarium und historische Spieltechniken, sowie die freie Haltung der Geige ohne Zuziehung des Kinns, sind der Musikerin ein großes Anliegen.
Claudia Mende lebt als freischaffende Künstlerin in Potsdam und tritt mit eigenen Barockensembles sowie der LauttenCompagney und The English Concert auf. Jenseits der historischen Aufführungspraxis spielt sie »Allweltmuzik aus Malwonia« mit dem Staatlichen Kulturensemble Shmaltz, wobei sieihr Instrumentarium mit klanglich ausgefallenen Varianten, wie zum Beispiel der rumänischen Trompetengeige, erweitert.
www.lauttencompagney.com
www.englishconcert.co.uk
www.myspace.com/shmaltzmalwonia Eugène Michelangeli wurde in Frankreich geboren. Er begann sein Cembalostudium bereits als Kind. Neben Lehraufträgen an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien sowie an der Konservatorium Wien Privatuniversität führt Eugène Michelangeli ein intensives Konzertleben auf nationalen wie internationalen Bühnen.
Er trat u.a. als Kammermusiker bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der Styriarte in Graz auf.
Franco Pavan, der italienische Lautenist und Theorbist Franco Pavan, vielen unserer Besucher durch seine Auftrittebei der trigonale und bei Kultur.Raum.Kirche bestens bekannt, ist seit vielen Jahren mit den wichtigsten italienischen Ensembles im Bereich der Alten Musik aufgetreten. Er arbeitet mit namhaften Dirigenten zusammen, hat in den bedeutendsten Konzerthäusern weltweit gastiert und unterrichtet die FächerLaute und Kammermusik für historische Musikinstrumente am Conservatorio di Musica E. F. Dall' Abaco in Verona.
Riccardo Coelati Rama schloss seine Kontrabass- und Viola da Gambastudien am Conservatorio di Musica E. F. Dall' Abaco in Verona ab. 2003 war er Mitglied im European Union Baroque Orchestra.
Seine Bühnenerfahrung inkludiert Projekte mit Europa Ga-lante, Complesso Barocco, Gambe di Legno Consort, Accademia Strumentale Italiana, Harmony of Nations, Ensemble Zefiro, Cordia. Er wird regelmäßig für Radio- und Aufnahmeprojekte (Virgin, Sony, Brilliant) angefragt.
Peter Trefflinger, geboren in Steyr, studierte Barockcello u.a. bei Jörg Zwicker und Christopher Coin. Engagements in verschiedenen Orchestern auf Originalinstrumenten, unter anderem beim L'Orfeo Barockorchester und in der Wiener Akademie führten ihn in viele Länder Europas, nach Nord- und Südamerika sowie nach Japan. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Kammermusik in Ensembles wie Ars Antiqua Austria und dem Quadriga Consort, ergänzt durch pädagogische Tätigkeit.
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